Blog Blog
Copy & Paste Copy & Paste
Favourite Demos Favourite Demos
Favourite Quotes Favourite Quotes
Lieblingszitate Lieblingszitate
Texts Texts
Pösie Pösie
Welcome Welcome
AuthorMarc Aurel
StichworteLeben, Tod
Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben.
AuthorMarc Aurel
StichworteÜbel, Klagen, Sinn, Vorwürfe, Zweck
Source"Selbstbetrachtungen"
Rührt ein Übel von dir selbst her, warum tust du's? Kommt es etwa von einem andern, wem machst du Vorwürfe? Etwa den Atomen oder den Göttern? Beides ist unsinnig. Hier ist niemand anzuklagen. Denn, kannst du, so bessere den Urheber; kannst du das aber nicht, so bessere wenigstens die Sache selbst; kannst du aber auch das nicht, wozu frommt dir das Anklagen? Denn ohne Zweck soll man nichts tun.
AuthorMarc Aurel
StichworteLeben, Tod
Source"Selbstbetrachtungen"
Alexander von Mazedonien und sein Maultiertreiber haben nach ihrem Tode dassselbe Schicksal erfahren. Denn entweder wurden sie in dieselben Lebenskeime der Welt aufgenommen oder der eine wie der andere unter die Atome zerstreut.
AuthorMarc Aurel
StichworteAchtsamkeit, Worte
Source"Selbstbetrachtungen"
Habe jedesmal acht auf das, um was es sich handelt, auf das, was du denkst, was du bist, auf den Sinn der Worte, die du aussprichst. Sonst geschieht es dir eben recht. Du willst lieber morgen erst gut werden, als es heute schon sein.
AuthorMarc Aurel
StichworteAlter, Körper, Krankheit, Leben, Tod, Vergänglichkeit
Source"Selbstbetrachtungen"
Kehre einmal das Innere deines Körpers um wie ein Kleid und schau, wie es inwendig beschaffen ist und was er sein wird, wenn Alter, Krankheit und Ausschweifung ihn aufreiben! Von kurzer Lebensdauer ist sowohl der, welcher lobt, als der, welcher gelobt wird, der, welcher eines andern gedenkt, und der, dessen gedacht wird. Und zudem nur in einem Winkel dieses Erdstriches geschieht es, und selbst hier stimmen nicht alle miteinander, ja der einzelne stimmt nicht einmal mit sich selbst überein. Nun ist aber die ganze Erde nur ein Punkt.
AuthorMarc Aurel
StichworteEreignis, Gegenwart, Gelegenheit, Gott, Heiterkeit, Leben, leicht, Mensch, Pflicht, Seele, Seelenruhe, Tugend, Urteil, Vernunft
Source"Selbstbetrachtungen"
Ungehindert kannst du dein Leben in größter Seelenruhe hinbringen, wenn auch alle Menschen nach Herzenslust ein Geschrei wider dich erheben, ja wenn selbst die wilden Tiere die schwachen Glieder dieser dich umhüllenden Fleischmasse zerreißen sollten. Denn was hindert deine denkende Seele, trotz alledem sich bei vollständiger Heiterkeit zu erhalten, die Umstände richtig zu beurteilen und die ihr dargebotenen Gelegenheiten erfolgreich zu benutzen? So sagt das Urteil zum Ereignis: Das bist du dem Wesen nach, auch wenn du der Meinung nach anders erscheinst; und die Benutzung spricht zur Gelegenheit: Dich suchte ich eben; denn immer bietet mir die Gegenwart Stoff zur Ausübung einer vernünftigen und staatsbürgerlichen Tugend und soll mir Anlaß geben, meine Pflicht gegen Gott und Menschen zu erfüllen. Steht ja doch jedes Begegnis im innigsten Bezug zu Gott oder zum Menschen und ist mithin nichts Unerhörtes oder schwer zu Behandelndes, sondern vielmehr etwas Bekanntes und Leichtes.
AuthorMarc Aurel
StichworteBetrübnis
Source"Selbstbetrachtungen"
Ich verdiene es nicht, mich selbst zu betrüben, da ich ja nicht einmal einen andern jemals geflissentlich betrübt habe.
AuthorMarc Aurel
StichworteHindernis, Leben, Seele, Urteil, Vergebung, Vernunft
Source"Selbstbetrachtungen"
Wenn ein Gegenstand der Außenwelt dich mißmutig macht, so ist es nicht jener, der dich beunruhigt, sonder vielmehr dein Urteil darüber; dieses aber sofort zu tilgen, steht in Deiner Macht. Hat aber die Mißstimmung in deinem Seelenzustande ihren Grund, wer hindert dich, deine Ansichten zu berichtigen? Desgleichen, wenn du darüber mißmutig bist, daß du dich nicht in einem Tätigkeitskreise befindest, der dir als vernünftig erscheint, warum nicht lieber tätig als mißgestimmt sein? "Aber ein Hindernis, stärker als ich, stellt sich in den Weg." So sei dennoch nicht mißmutig; der Grund deiner Untätigkeit liegt ja dann nicht in dir. "Aber das Leben hat keinen Wert mehr für mich, wenn das nicht ausgeführt wird." Nun, so scheide aus dem Leben, so ruhig, als wenn du es vollbracht hättest; doch vergiß nicht, deinen Widersachern zu verzeihen.
AuthorMarc Aurel
StichworteAchtsamkeit, Gedanken, Handlungen, Worte
Source"Selbstbetrachtungen"
Habe jedesmal acht auf das, um was es sich handelt, auf das, was du denkst, was du bist, auf den Sinn der Worte, die du aussprichst. Sonst geschieht es dir eben recht. Du willst lieber morgen erst gut werden, als es heute schon sein.
AuthorMarc Aurel
StichworteHandeln, Hindernis, Leben, Ordnung, Tätigkeit, Vernunft, Widerstand
Source"Selbstbetrachtungen"
Du mußt in dein ganzes Leben wie in jede einzelne Handlung Ordnung bringen, und wenn du dir bei allen Handlungen sagen kannst: Ich tat nach besten Kräften, so kannst du ruhig sein, und daß du deine ganze Kraft einsetztest, daran kann dich niemand hindern. "Aber es kann sich von außen her ein Widerstand erheben?" Gewiß keiner gegen ein gerechtes, besonnenes und überlegtes Handeln. Aber vielleicht tritt sonst etwas deiner Tätigkeit in den Weg? Doch lässest du dir nur jenes Hindernis gefallen und schreitest zu dem, was dir noch freisteht, mit Überlegung fort, so tritt sogleich ein neuer Gegenstand der Tätigkeit an die Stelle und wird sich in die Lebensordnung fügen, von der wir reden.
AuthorMarc Aurel
StichworteFreiheit, Meinung, Nachgiebigkeit, Urteil, Vernunft, Wille
Source"Selbstbetrachtungen"
Bedenke, dass du nicht gegen deine Freiheit handelst, wenn du deine Meinung änderst und dem, der sie berichtigt, nachgibst. Denn auch dann vollzieht sich deine Tätigkeit nach deinem Willen und Urteil und sogar auch nach deinem Sinn.
AuthorMarc Aurel
StichworteLeben, Tanz
Source"Selbstbetrachtungen"
Die Lebenskunst hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein und unerschütterlich fest stehen muß.
AuthorMarc Aurel
Source"Selbstbetrachtungen"
Hast du schon einmal eine abgeschnittene Hand oder einen abgehauenen Fuß oder Kopf, vom übrigen Körper getrennt, daliegen sehen? Gerade so nimmt sich derjenige aus, der über sein Schicksal unwillig wird, sich von anderen absondert oder sich gemeinschädliche Handlungen erlaubt. Du hast dich so gewissermaßen ausgestoßen, von der naturgemäßen Einheit getrennt. Denn als ein Teil warst du ihr einverleibt und hast dich nun selbst davon abgesondert. Aber hier ist es noch bewundernswert, daß du dich mit ihr von neuem vereinigen kannst. Diese Möglichkeit, nach Trennung und Verstümmelung mit dem Ganzen wieder zusammenzukommen, hat Gott keinem andern Teil der Natur verliehen. Erwäge doch die Güte, womit er den Menschen bevorzugt hat. Denn er hat beides in seine Hand gelegt, seine Lostrennung vom Ganzen gleich anfangs zu vermeiden, aber auch nach seiner Trennung sich wieder mit demselben zu vereinigen, sich von neuem ihm einzuverleiben und seine Stellung als Teil wieder einzunehmen.
AuthorMarc Aurel
StichworteLiebe, Nachsicht
Source"Selbstbetrachtungen"
Mag immerhin jemand kampfgeübter sein, nur sei er nicht menschliebender als du, nicht anspruchsloser, nicht ergebener bei allen Begegnissen, nicht nachsichtsvoller bei den Verirrungen seiner Nebenmenschen.
AuthorMarc Aurel
StichworteAnmaßung, Bedauern, geben, nehmen
Source"Selbstbetrachtungen"
Ohne Anmaßung nimm an, ohne Bedauern gib hin!
AuthorMarc Aurel
StichworteGesundheit, Seele, Streit, Vernunft, zerrüttet
Source"Selbstbetrachtungen"
"Was wünscht ihr?" fragte Sokrates, "vernünftige Seelen zu haben oder unvernünftige?" Vernünftige. "Was für vernünftige? Gesunde oder zerrüttete?" Gesunde. "Warum strebt ihr denn nicht danach?" Weil wir sie schon haben. "Warum zankt ihr euch dann und veruneinigt euch?"
AuthorMarc Aurel
StichworteLiebe, Unwissenheit, Vernunft
Source"Selbstbetrachtungen"
Es ist ein Vorzug des Menschen, auch diejenigen zu lieben, die ihn beleidigen. Dahin gelangt man erst, wenn man bedenkt, daß die Menschen mit uns eines Geschlechtes sind, daß sie aus Unwissenheit und gegen ihren Willen fehlen, daß ihr beide nach kurzer Zeit tot sein werdet, und vor allem, daß dein Widersacher dich nicht beschädigt hat. Denn er hat die in dir herrschende Vernunft doch nicht anders gemacht, als sie zuvor war.
AuthorMarc Aurel
StichworteSeele, Urteil, Würde, Welt, Wertschätzung
Source"Selbstbetrachtungen"
Die Außendinge selbst berühren die Seele auf keinerlei Weise. Sie haben keinen Zugang zu ihr und können die Seele weder umstimmen noch irgendwie bewegen. Sie erteilt sich vielmehr selber allein Stimmung und Bewegung, und nach Maßgabe der Urteile, die sie über ihre eigene Würde fällt, schätzt sie auch die äußeren Gegenstände höher und niedriger.
AuthorMarc Aurel
StichworteGott, Körper, Mensch, Zeitgenossen
Source"Selbstbetrachtungen"
Der Mensch steht in drei Beziehungen: erstens zu der ihn umgebenden körperlichen Hülle, zweitens zum göttlichen Ursprung, von dem alles herrührt, was uns begegnet, drittens zu seinen Zeitgenossen.
AuthorMarc Aurel
StichworteLeben, Lob, Nachkommen, Ruhm, Tod, Vorfahren, Zeitgenossen
Source"Selbstbetrachtungen"
Wie lächerlich doch die Menschen verfahren! Ihren Zeitgenossen, mit denen sie zusammenleben, verweigern sie das Lob, sie selbst aber schlagen das Lob von seiten der Nachkommen hoch an. Diese sollen alsdann rühmen, was sie weder kennen noch gesehen haben. Das ist aber fast ebenso, als wenn sich jemand darüber betrüben wollte, daß auch die Vorfahren auf ihn keine Lobreden gehalten haben.

Marc Aurel: Stichworte

Achtsamkeit    Alter    Anmaßung    Übel    Bedauern    Betrübnis    Einsicht    Ereignis    Freiheit    geben    Gedanken    Gegenwart    Gelegenheit    Gesundheit    Gott    gut    Handeln    Handlungen    Heiterkeit    Hindernis    Ignoranz    Irrtum    Körper    Klagen    Krankheit    Leben    leicht    Liebe    Lob    Meinung    Mensch    Nachgiebigkeit    Nachkommen    Nachsicht    nehmen    Ordnung    Pflicht    Quelle    Ruhm    Schaden    Seele    Seelenruhe    Sinn    Streit    Tätigkeit    Tanz    Tod    Tugend    Unwissenheit    Urteil    Vergänglichkeit    Vergebung    Vernunft    Vorfahren    Vorwürfe    Würde    Wahrheit    Welt    Wertschätzung    Widerstand    Wille    Worte    Zeitgenossen    zerrüttet    Zweck
65 tags