• You are not logged in.
 
 Blogs
 Blog
 I'm a sucker for sync
 Copy & Paste
 Favourite Demos
 Favourite Quotes
 Gedichte
 Lieblingszitate
 Texts
 Pösie
 Welcome
AuthorMarc Aurel
StichworteHindernis, Leben, Seele, Urteil, Vergebung, Vernunft
Sources"Selbstbetrachtungen"
Wenn ein Gegenstand der Außenwelt dich mißmutig macht, so ist es nicht jener, der dich beunruhigt, sonder vielmehr dein Urteil darüber; dieses aber sofort zu tilgen, steht in Deiner Macht. Hat aber die Mißstimmung in deinem Seelenzustande ihren Grund, wer hindert dich, deine Ansichten zu berichtigen? Desgleichen, wenn du darüber mißmutig bist, daß du dich nicht in einem Tätigkeitskreise befindest, der dir als vernünftig erscheint, warum nicht lieber tätig als mißgestimmt sein? "Aber ein Hindernis, stärker als ich, stellt sich in den Weg." So sei dennoch nicht mißmutig; der Grund deiner Untätigkeit liegt ja dann nicht in dir. "Aber das Leben hat keinen Wert mehr für mich, wenn das nicht ausgeführt wird." Nun, so scheide aus dem Leben, so ruhig, als wenn du es vollbracht hättest; doch vergiß nicht, deinen Widersachern zu verzeihen.
AuthorChris Hedges
StichworteEuphemismen, Freundschaft, Herde, Individuum, Kameradschaft, Kollektiv, Krieg, Leben, Liebe, Rausch, Tod
Freunde sind vorherbestimmt; Freundschaft findet statt zwischen Männern und Frauen, die eine intellektuelle und emotionale Zuneigung für einander haben. Aber Kameradschaft - dieses ekstatische Hochgefühl, das daherrührt, in Kriegszeiten zur Masse zu gehören - die ist in unserer Reichweite. Wir alle können Kameraden haben. Die Gefahr der äußeren Bedrohung, die entsteht, wenn wir einen Feind haben, erzeugt keine Freundschaft; sie erzeugt Kameradschaft. Und die im Krieg täuschen sich darüber, was sie durchmachen. Und deshalb werden Kameraden wieder zu Fremden für uns, sobald die Bedrohung vorbei ist und der Krieg endet. Das ist der Grund, warum wir nach dem Krieg in Verzweiflung verfallen.

In der Freundschaft gibt es eine Vertiefung unserer Wahrnehmung unserer selbst. Wir nehmen durch einen Freund stärker war, wer wir selbst sind; wir finden uns selbst in den Augen des Freundes. Freunde bohren und fragen nach, sie fordern einander heraus vollständiger zu werden; bei der Kameradschaft von der Art, wie sie in patriotischem Eifer zu uns kommt, gibt es eine Unterdrückung der Selbstwahrnehmung, der Selbstkenntnis, und der Eigenverantwortlichkeit. Kameraden verlieren ihre Identät im Krieg für den kollektiven Rausch einer gemeinsamen Sache, eines gemeinsamen Zieles.

Bei der Kameradschaft gibt es keine Ansprüche an das Selbst. Das ist Teil ihrer Anziehungskraft und einer der Gründe, warum wir sie missen und wiederherzustellen suchen. Kameradschaft erlaubt uns, den Anforderung an das Selbst zu entfliehen, die Teil der Freundschaft sind. Wenn wir uns im Krieg bedroht fühlen, sehen wir dem Tod nicht alleine ins Gesicht, sondern als Gruppe, und dies macht den Tod leichter zu ertragen. Wir adeln die Selbstaufopferung für einander, für die Kameraden; kurz, wir beginnen, den Tod anzubeten. Und das ist es, was der Gott des Krieges von uns verlangt.

Zum Schluß bedenke, was es bedeutet, für einen Freund zu sterben. Es ist bewußt und schmerzhaft; es bereitet keine Ekstase. Für Freunde ist Sterben schwer und bitter. Der Dialog, den sie führen und schätzen, wird vielleicht nie wieder fortgesetzt werden. Freunde lieben Tod und Opfer nicht auf die Art, auf die es Kameraden tun. Für Freunde ist die Aussicht des Todes erschreckend. Und das ist der Grund warum Freundschaft, oder Liebe, der stärkste Gegner des Krieges ist.
AuthorHeinrich von Kleist
StichworteDenken, Freiheit, Selbstverantwortung, Zufall
Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.
AuthorStefan Zweig
StichworteIdee, Wirklichkeit
Entscheidend für eine Idee ist nie, wie sie sich verwirklicht, sondern was sie an Wirklichkeit enthält.
AuthorWerner Heisenberg
StichworteLippenbekenntnisse, Mittel, Zweck
Es ist immer sehr schwierig, über den Wert politischer Ziele zu urteilen, wenn deren Erreichung noch in weiter Ferne liegt. Ich glaube daher, daß man eine politische Bewegung nie nach ihren Zielen beurteilen darf, die sie laut verkündet und vielleicht auch wirklich anstrebt, sondern nur nach den Mitteln, die sie zu ihrer Verwirklichung einsetzt.
AuthorFriedrich Hebbel
StichworteGegenwart, Leben, Vergangenheit
Den Augenblick immer als den höchsten Brennpunkt der Existenz, auf den die ganze Vergangenheit nur vorbereitete, ansehen und genießen, das würde Leben heißen!
AuthorHenry David Thoreau
StichworteGeld, Notwendigkeit, Seele
Geld ist nicht nötig um auch nur eine Notwendigkeit der Seele zu kaufen.
AuthorFriedensreich Hundertwasser
StichworteIndividuum, Sklaven
Ein Mann in einem Mietshaus muss die Möglichkeit haben, sich aus einem Fenster zu beugen und - so weit seine Hände reichen - das Mauerwerk abzukratzen. Und es muss ihm gestattet sein, mit einem langen Pinsel - so weit er reichen kann - alles außen zu bemalen, so dass man von weitem, von der Straße sehen kann: Dort wohnt ein Mensch, der sich von seinen Nachbarn, den einquartierten versklavten Normmenschen, unterscheidet.
AuthorMax Frisch
StichworteGewohnheit, Mensch, Möglichkeiten, Vorurteile, reisen
Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, daß sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei.
AuthorFranz Kafka
StichworteWeg, Ziel, Zögern
Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg. Das, was wir Weg nennen, ist Zögern.

Stichworte

Achtsamkeit (1)   Anfang (1)   Anmaßung (1)   Ausweis (1)   Beamte (1)   Bedauern (1)   Befehle (1)   Bildung (1)   Briefe (1)   Buch (1)   Bäume (1)   Büro (1)   Denken (2)   Direktor (1)   Einsicht (1)   Eltern (2)   Emanzipation (1)   Ende (1)   Enkelkind (1)   Erleichterung (1)   Ersticken (1)   Erziehung (2)   Euphemismen (1)   Fieber (1)   Fortschritt (1)   Freiheit (3)   Freundlichkeit (1)   Freundschaft (1)   Fürsorge (1)   Gedanken (1)   Gegenwart (1)   Gehorsam (2)   Geist (1)   Geld (1)   Geschichte (1)   Gesundheit (2)   Gewalt (1)   Gewohnheit (1)   Gleichberechtigung (1)   Glück (1)   Gott (1)   Großvater (1)   Handeln (1)   Handlungen (1)   Hass (2)   Herde (1)   Hierarchie (1)   Hindernis (2)   Hintertür (1)   Idee (1)   Identität (1)   Ignoranz (1)   Individuum (2)   Irrtum (1)   Jugend (1)   Kameradschaft (1)   Kinder (2)   Kollektiv (1)   Krankheit (1)   Krieg (3)   Krieg gegen den Terrorismus (1)   Körper (2)   Leben (9)   Lesen (1)   Liebe (6)   Lippenbekenntnisse (1)   Lob (1)   Macho (1)   Macht (1)   Medizin (1)   Meinung (1)   Mensch (5)   Mittel (1)   Mord (1)   Möglichkeiten (1)   Nachdenken (1)   Nachgiebigkeit (1)   Nachkommen (1)   Nachsicht (1)   Notwendigkeit (1)   Objekt (1)   Ordnung (1)   Pflicht (1)   Propaganda (1)   Quelle (1)   Rausch (1)   Robinson (1)   Ruhm (2)   Schaden (1)   Scheinheiligkeit (1)   Schweigen (2)   Schützlinge (1)   Seele (7)   Selbstliebe (1)   Selbstverantwortung (1)   Selbstzensur (1)   Sklaven (1)   Sklaverei (1)   Sterben (1)   Stirn (1)   Streit (1)   Symbole & Dinge (1)   Tanz (1)   Terrorismus (2)   Tier (1)   Tod (2)   Tyrannei (1)   Tätigkeit (1)   Unrecht (1)   Unsicherheit (1)   Unwissenheit (2)   Urteil (3)   Verantwortung (1)   Vergangenheit (1)   Vergebung (1)   Vergeudung (1)   Vergänglichkeit (1)   Vernunft (6)   Versicherung (1)   Verständnis (1)   Vietnamkrieg (1)   Vorfahren (1)   Vorurteile (1)   Wahrheit (1)   Weg (1)   Welt (1)   Werbung (1)   Wert (1)   Wertschätzung (1)   Widerstand (1)   Wille (1)   Wirklichkeit (1)   Worte (2)   Würde (1)   Zeit (1)   Zeitgenossen (2)   Zensur (1)   Ziel (1)   Zorn (1)   Zufall (1)   Zweck (1)   Zögern (1)   geben (1)   gut (1)   nehmen (1)   passiv (1)   reisen (1)   schön (2)   zerrüttet (1)   Überwachung (1)
150 tags

Authors

58 items by 20 authors